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Berühmte Zitate

Im Werk "Faust" findet sich eine Vielzahl bekannter Zitate. Wohl keine andere Schrift wird in der deutschen Sprache tagtäglich so häufig zitiert wie das deutsche Nationaldrama. Im Folgenden wird eine kleine Auswahl an besonders bekannten Zitaten aufgeführt:

„Da steh ich nun, ich armer Tor, / Und bin so klug als wie zuvor.“ 

(Faust I, Vers 358-359)

Faust wird sich bewusst, dass menschliches Wissen trotz intensiven Studiums und großer Gelehrsamkeit begrenzt ist. Das Zitat verdeutlicht die philosophische Erkenntnis, dass das Streben nach vollständiger Wahrheit meist unvollständig bleibt.

 „Zwei Seelen wohnen, ach! in meiner Brust, / Die eine will sich von der andern trennen.“

( Faust I, Vers 1112-1113)

Das Zitat beschreibt Fausts inneren Konflikt zwischen rationaler Weltsicht und geistiger Sehnsucht und steht sinnbildlich für den modernen Menschen, der zwischen verschiedenen Lebensentwürfen schwankt und nach innerem Gleichgewicht sucht.

„Die Botschaft hör ich wohl, allein mir fehlt der Glaube.“ 

(Faust I, Vers 764)

Faust zweifelt an den Versprechen der Religion und daran, dass sie die grundlegenden Fragen des Lebens beantworten kann. Das Zitat zeigt seine Skepsis gegenüber festen Glaubenssystemen und seinen Wunsch, die Welt aus eigener Erfahrung zu verstehen.

„Hier bin ich Mensch, hier darf ich’s sein.“ 

(Faust I, Vers 940)

Das Zitat zeigt Fausts Wunsch nach einem Ort, an dem er authentisch leben und seine Menschlichkeit entfalten kann. Es verweist auf die Suche nach einem sinnerfüllten Leben in einer Welt voller Zwänge und Konventionen.